H_2 LG Stmk

Emergency Aid 2009

29. - 30. August 2009

Höhepunkt der 24-Stunden-Übung von Rotem Kreuz, Feuerwehr und Rettungshundebrigade war die Annahme eines Großbrandes samt Explosion im Bergbaubetrieb Lieschen in Oberhaag. Aufgrund des starken Regens und des kühlen Wetters war das beklemmende Übungsszenario noch dramatischer und realitätsnäher als geplant.
Gleich nach dem Eintreffen der Feuerwehren St. Johann/Saggautal, Oberhaag, Arnfels, Leutschach und Maltschach wurde mit Wasser und Löschschaum der Brand des explodierten Fahrzeugs rasch gelöscht. Andere Trupps bekämpften mit Erfolg den Brand des Betriebsgebäudes.
Kurze Zeit später waren auch zahlreiche Rotkreuzfahrzeuge samt Rettern zur Stelle, um die ersten Verletzten zu versorgen. In der Folge kam auch die Rettungshundebrigade zum Einsatz, um Vermisste ausfindig zu machen. Sehr anspruchsvolle Aufgaben waren die Bergung eines Verletzten aus einem Muldenkipper und das Abseilen von Verletzten durch Feuerwehrleute aus etwa 35 Metern vom Betriebsgebäude.
Ihren Beitrag zum Gelingen leisteten auch die Verletztendarstellerinnen, die zuvor in der Arnfelser Rotkreuzdienststelle aufwendig mit Verletzungen versehen und geschminkt worden waren. Nach etwa eineinhalb Stunden kehrte wieder Ruhe in das Bergbau-Betriebsareal ein und die Verantwortlichen konnten eine erste Bilanz über die Übung ziehen.


Besondere Herausforderung


"Diese Übung war schon deshalb sehr wichtig für uns, weil wir dabei mit Dingen konfrontiert wurden, die wir vorher nicht einschätzen konnten. Vor allem eine so große Zahl von 15 Menschen gleichzeitig retten zu müssen war eine besondere Herausforderung. Wir sind mit der Übung sehr zufrieden, weil das Zusammenspiel von Rotem Kreuz, Feuerwehr und Rettungshundebrigade perfekt geklappt hat", resümiert Abschnittsbrandinspektor Hans Hammer.
Für Bezirksrettungskommandant Klaus Steinwender hat die Zusammenarbeit so wie vorgestellt funktioniert. Hoch zufrieden war der Kommandant auch mit den Vierbeinern der Rettungshundebrigade. "Die Hunde haben eigentlich sehr gelassen auf das Szenario reagiert. Wir denken deshalb daran, künftig eigene Bergetrupps zu bilden, bestehend aus einem Hund, seinem Begleiter, einem Sanitäter sowie zwei Feuerwehrmännern", so Steinwender.
"Obwohl die Zusammenarbeit der beteiligten Rettungsorganisationen aufgrund der Aufgabenstellung eine schwierige war, haben alle Einsatzkräfte die Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit gelöst", zog Rotkreuz-Einsatzleiter Christian Haring Bilanz.



Emergency Aid 2009